„Jeder hat geglaubt, des is’ a Klumpat.“ – Josef Janisch, Mitarbeiter der ersten Stunde bei Haas in Österreich

Die Entwicklung zu einem der führenden Holzbauunternehmen in Österreich

Julius Buchberger erinnert sich noch an die ersten Tage von Haas in Großwilfersdorf: „Wir waren ein Niemandsland“, erzählt der Techniker mit einem Lachen. Es gibt hier in der abgelegenen Steiermark zu Beginn der 1980er noch keinen Autobahnanschluss, die Fahrt nach Falkenberg dauert fast 9 Stunden. Schon um ein Fax an die Zentrale zu schicken, müssen die Kollegen erst bis nach Graz fahren. Doch die Fertigbau-Profis von Haas gehen dahin, wo sie gebraucht werden – und aus dem ersten Standort in Österreich wird schnell eine steirisch-bayerische Erfolgsgeschichte.

Montage eines der ersten Fertighäuser von Haas in Österreich, 1983.

Montage eines der ersten Fertighäuser von Haas in Österreich, 1983.

Rasches Wachstum: Haas-Flotte in Österreich, 1990er Jahre.

Rasches Wachstum: Haas-Flotte in Österreich, 1990er Jahre.

Dabei beginnt diese Geschichte mit einem Zufall: Anfang der 1980er Jahre schlägt Xaver Haas beim Familienurlaub in Kärnten am Frühstückstisch die Zeitung auf und sieht eine Meldung: „Ich habe vom Konkurs der österreichischen Holzbaufirma Sturia gelesen,“ so Haas. Kurzentschlossen macht die Familie auf dem Rückweg einen Abstecher nach Großwilfersdorf und besichtigt gemeinsam mit dem Bürgermeister die stillgelegten Produktionshallen. Zurück im heimischen Falkenberg steht der Entschluss schon fest: Haas übernimmt das Gelände in Großwilfersdorf und einen Teil der Belegschaft, 1982 wird die erste internationale Niederlassung des Familienunternehmens gegründet.

Buchberger und seine Kollegen nehmen den Betrieb auf, doch die Kunden sind zunächst zurückhaltend: „Wir waren als die ‘Plastiksacklbauer verschrien,“ erinnert sich Josef Janisch, ein weiterer Mitarbeiter der ersten Stunde. „Jeder hat geglaubt, des is’ a Klumpat“. Doch langsam dringt Haas zu den Menschen vor Ort durch und überwindet die Skepsis: Mit den effizienten Nagelplattenbindern setzt sich die Firma bei den landwirtschaftlichen Gebäuden am Markt durch – und die hohe Qualität und individuelle Beratung überzeugen schließlich auch die Kunden für Fertighäuser. In den nächsten 40 Jahren entwickelt sich Haas in Österreich so zu einem der führenden Holzbauunternehmen des Landes und zum größten Fertighaushersteller der Steiermark. Der Erfolg ist kein Zufall: „Uns zeichnet die Handschlagqualität aus,“ erklärt der heutige technische Geschäftsführer Stefan Theissl.

Janisch und Buchberger

Der langjährige Mitarbeiter Josef Janisch (li.) und Abteilungsleiter Julius Buchberger.

Das erste Nullenergiebürogebäude in Österreich: das Bemusterungszentrum, 2005.

Bis heute wird stark in den Standort investiert: Bemusterungszentrum bei Haas in Österreich, 2005.

Das Gütesiegel des Österreichischen Fertighausverbandes und die Auszeichnung als Lehrlingsbetrieb zeigen außerdem, dass das Unternehmen in Großwilfersdorf, wie in seiner bayerischen Heimat, auf Regionalität setzt und somit einen Mehrwert für die gesamte Region bietet.

In den Standort wird bis heute konsequent investiert. Im Jubiläumsjahr sind bei Haas in Österreich 360 Mitarbeiter beschäftigt, die pro Jahr rund 220 Fertighäuser und rund 400 landwirtschaftliche Gebäude und Mehrfamilienhäuser planen und bauen – Haas ist in Österreich längst heimisch geworden und ein zuverlässiger Partner für die Menschen vor Ort.

Egal, ob Deutschland oder Österreich: Überall sind zufriedene Kunden der Maßstab, an dem sich Haas messen lässt.

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