„Die Ölkrise war eigentlich der Auslöser.” – Xaver Haas

Haas Fertighäuser setzen neue Standards

Im November 1973 sitzt der junge Xaver Haas auf dem elterlichen Hof fest. „Ich konnte nicht mehr rüber ins Büro fahren”, so der Unternehmensgründer. Es ist die Zeit der Ölpreiskrise – den westlichen Industrienationen ist der Ölhahn zugedreht worden. Die Bundesregierung reagiert mit autofreien Sonntagen und beschert so vielerorts den Menschen ungewöhnliche Freizeiterlebnisse, wie ein Spaziergang oder eine Fahrradfahrt auf der Autobahn. Bei Jungunternehmer Haas reifen dabei Gedanken für die eigene Unternehmung: „Ich überlegte dann, was wäre, wenn wir beim Wohnhaus Energie sparen könnten, das hätte doch einen großen Effekt? Also die Ölkrise war eigentlich der Auslöser.”

Eines der ersten Energiesparhäuser

Eines der ersten Energiesparhäuser, 1977

Broschüre zu den ersten Energiesparhäusern, 1980.

Nach dem Schock der Ölkrise entsteht in der Baubranche ein wachsendes Bewusstsein für Umweltschutz und Ökologie. Die Pioniere auf dem Gebiet müssen gegen Widerstände kämpfen: Einige Experten sind überzeugt, dass gut gedämmte Häuser unter schlechtem Raumklima leiden. Auch unter den Architekten sehen nur wenige die energieeffiziente Bauweise als Chance für eine zukunftsorientierte Architektur – man befürchtet, dass energiesparendes Bauen die Gestaltungsfreiheit einschränken könnte.
Dennoch werden zu dieser Zeit weltweit wichtige Forschungsarbeiten durchgeführt, die der Entwicklung von Null-Energiehaus-Technologien Auftrieb geben. In Deutschland bringt Haas als Lizenznehmer 1977 eines der ersten energiesparenden und umweltfreundlichen Wärmehäuser auf den Markt: „Das Nr. 1 Energiesparhaus nach Maß – Haas handelt und baut“, heißt es auf dem Flyer. „Der U-Wert von unserem Wärmehaus lag schon damals bei 0,22, das entspricht den heutigen Anforderungen“, berichtet Xaver Haas stolz.

Eröffnung erstes Haas Musterhaus, Sommer 1977

Eröffnung erstes Haas Musterhaus, 1977.
Haas Hausbau Verkaufsleiter Arno Hörnke, Hans Daxeder und Hildegard Haas begrüßen die Gäste.

Das Haas MH Mannheim J 159 war das erste Plusenergiehaus von Haas Haus.

Das Haas MH Mannheim J 159 ist das erste Plus-Energiehaus von Haas.

Der Aufbau des neuen Geschäftsbereiches für Haas läuft an und wächst immer weiter: Heute produziert das Unternehmen jährlich über 700 Fertighäuser. Mit seinen Überlegungen aus dem Herbst 1973 wird Xaver Haas sein Unternehmen also nachhaltig verändern: Zu den landwirtschaftlichen Bauten und Gewerbehallen kommt mit den Privatkunden ein ganz neues Kundensegment hinzu. Die Gedanken von damals prägen die Unternehmenskultur bis heute: Neue Wege moderner Energieeffizienz finden immer wieder ihren Weg in Haas-Gebäude: Egal ob Dämmsysteme, Photovoltaikanlagen oder Wärmepumpen. Unter Anwendung moderner Standards und einem abgestimmten Komplettpaket aus Gebäudehülle, -ausstattung und -technik ist aus dem Null-Energiehaus inzwischen ein Plus-Energiehaus geworden.

Bis heute setzt Haas Standards für energieeffiziente Gebäude: