„Für das Haus meines Sohnes bauen wir alles ohne fossile Brennstoffe.“ – Norbert Hochholzer

Energiesparen wird zum Standard

Als Xaver Haas in den 1970er Jahren mit dem Bau von Fertigbauhäusern beginnt, bestimmt die Ölkrise die Nachrichten. Für den Firmengründer wird schnell klar, dass autofreie Sonntage allein nicht reichen werden, um dem Thema Rohstoffknappheit auch in Zukunft zu begegnen. Und so fragt er sich, wie er es schaffen kann, beim Bau seiner Häuser direkt den Verbrauch der (Öl-)Heizungen zu senken. So entsteht sein erstes Energiesparhaus – mit einem für damalige Verhältnisse erstaunlichen U-Wert von 0,22 W/m²k. Es ist der Auftakt für eine Entwicklung, die Haas zum Branchen-Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit machen wird.

Besonders beliebt und energiesparend: das Fertighaus Typ LaGrande.

Doch zunächst braucht es das passende Know-how: „Ich war damals zur Schulung bei Clift,“ erinnert sich Norbert Hochholzer, der als erster Mitarbeiter einen entsprechenden Lehrgang für den Bau von Wandsystemen besucht. „Die hatten ein Wandsystem, das damals die größte Energieeinsparung brachte.“ Gezielt sammelt Haas solche Kompetenzen und erwirbt auch die Lizenz für den Wandaufbau. Norbert Hochholzer ist von dem neuen Konzept jedenfalls überzeugt: Er entwirft sein eigenes Haas-Energiesparhaus, in dem er noch heute wohnt.

Die Entwicklung ist seitdem weitergegangen, aber Haas hat mit seinem Anspruch nie nachgelassen. Seit 2015 bietet Haas das KfW-Effizienzhaus 40 als Standard an und ist damit Vorreiter in der Branche. Hier bleibt der Jahresprimärenergiebedarf bei 40 % eines Standardneubaus, das KfW 40 Haus ist also 60 % besser als ein regulärer Neubau. Beim Modell KfW 40+ wird beim Hausbau direkt die Energieversorgung mit installiert: „Wir haben zwei Schritte weitergedacht: Photovoltaikanlagen und eine Kompaktwärmepumpe machen beispielsweise die Bewohner unabhängig von fossilen Brennstoffen. So schaffen wir die Möglichkeit, den Traum vom Eigenheim ganz im Sinne der Energiewende zu verwirklichen", erklärt Martin Stummer, Technischer Leiter der Abteilung Hausbau bei Haas. „Für die Photovoltaikanlagen haben wir seit 2015 einen festen Partner an der Hand und arbeiten mit BayWa r.e. zusammen", so Stummer weiter.

Das Haas MH Mannheim J 159 ist das erste Plus-Energiehaus von Haas.

Haas-Energiesparhäuser erreichen inzwischen bei der Außenwand einen U-Wert von 0,09 W/m²K. Die Serienproduktion mit hohem Vorfertigungsgrad machen solche Häuser für die Kunden bezahlbar. Doch das Besondere am Eigenheim ist bei Haas nicht nur eine Nummer – die individuelle Ausgestaltung macht aus Energiesparhäusern ein echtes Zuhause. Und das überzeugt inzwischen schon die nächste Generation an Käufern, wie Norbert Hochholzer stolz berichtet: „Wir haben jetzt für das Haus meines Sohnes eine KfW 40+-Förderung erhalten und bauen alles ohne fossile Brennstoffe.“

Und die Entwicklung ist noch lange nicht am Ende: „Wir wollen Häuser noch nachhaltiger bauen. Da gibt es viele Faktoren zu berücksichtigen, die wir jetzt prüfen, etwa wie wir Wasser sparen können. Wir erfüllen die Anforderungen für das 'Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude' (QNG), das vom Bundesministerium für Wohnbau, Stadtentwicklung und Bauwesen vergeben wird. So können wir unseren Kunden auch weiterhin die Inanspruchnahme von Nachhaltigkeitszuschüssen der KfW ermöglichen", ergänzt Martin Stummer.

Informationen rund ums Thema Energiesparhaus bei Haas:

Energiesparhaus – Worauf es ankommt

Energiesparhaus KFW 40 Plus serienmäßig