„Wir konnten und wollten hier kein Betonfundament gießen.“ – Josef Nitzl

Gipfeltreffen mit Haas

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, unweit der österreichischen Grenze, liegt Schloss Elmau, ein Luxushotel in malerischer Lage. Hier kommen dieses Jahr vom 26. bis 28. Juni die G7-Staats- und Regierungschefs bereits zum zweiten Mal zusammen. Und als dort 2015 Angela Merkel, Barack Obama und François Hollande zusammentreffen, steckt hinter den Kulissen in den aufwändigen Gipfel-Vorbereitungen auch ein Stück Haas Fertigbau.

Die Holzbau-Spezialisten aus Falkenberg sind als Auftragnehmer für die Messebauer von Schneid Messebau aktiv und bringen ihre Expertise im Holzbau mit ein. Selbst für Josef Nitzl, der als Teamleiter für Statik und Bauphysik und technischer Leiter für den Gewerbe- und Wohnungsbau bei Haas schon allerlei mitgemacht hat, ist so ein Auftrag aber alles andere als alltäglich: „Die Bauleiter und Monteure mussten sich alle vor Baubeginn einem Sicherheitscheck unterziehen,“ berichtet er.

G-7 Gipfel 2015, hoher Besuch in Elmau. Im Hintergrund der „Aufsager Stadel“ für die Presse, gebaut von Haas. ©Fabian Roessler

Schon in Heiligendamm war Haas bei den baulichen Maßnahmen für das G-8 Treffen mit von der Partie.

Immerhin hat Haas schon einige Erfahrungen mit internationalen Gipfeltreffen gemacht. „Für das Treffen in Heiligendamm haben wir 2008 einen runden Tagungspavillon errichtet,“ erinnert sich Nitzl. Die Aufgabe auf Schloss Elmau ist derweil ungleich größer. Hierfür baut Haas das komplette Pressezentrum. Zwar geht es bei dem Bau vor allem um Funktionalität, aber mit einem einfachen Kniff wird Haas auch hier dem hochkarätigen Anlass gerecht: Eine Zeltkonstruktion samt Fenster und Türen verkleidet das Bauwerk und sorgt für ein angemessen Äußeres, außerdem kann diese Konstruktion nach dem Gipfel einfach und schnell wieder abgebaut werden.

Mit solchen Methoden trägt Haas dazu bei, die ohnehin schon erheblichen Aufwände für den Gipfel sinnvoll zu reduzieren – vor allem in Hinblick auf Nachhaltigkeit und den Naturschutz. Der „Aufsager Stadl“ für die Pressefotografen von 2015 ist dabei ein gutes Beispiel für dieses Denken. „Der ‚Stadl‘ wurde mitten auf der grünen Wiese in einem Naturschutzgebiet aufgebaut,“ erzählt Josef Nitzl. „Das heißt, wir konnten und wollten hier auch kein Betonfundament oder sowas gießen.“ Stattdessen setzen die Falkenberger auf ihre Kernkompetenz: Holz. „Wir haben dann Holzstämme als Fundament genutzt und etwa 3-4 Meter in den Boden gerammt, um darauf den Stadl aufbauen zu können,“ erklärt Josef Nitzl.

Für das Gipfeltreffen findet Haas-Fertigbau einfache und nachhaltige Lösungen. Im Hintergrund die Zeltkonstruktion für das Pressezentrum, im Vordergrund der „Aufsager Stadel“.

Das nachhaltige Fundament bleibt nach dem Gipfel einfach im Boden und verrottet ganz natürlich. Aber auch für die Bauteile oberhalb der Erde findet sich eine andere Nutzung: Die Teile werden für einen Brückenbau an einen Zimmermann weiterverkauft. „Das ganze wurde also komplett wiederverwertet und dient jetzt also irgendwo als Brücke über einem Bach“, freut sich Josef Nitzl.

Haas hat in vielen Projekten Maßstäbe gesetzt:

HAAS GEWERBEBAU